Beim Offset-Smoker sagt der Preis mehr über die Funktion aus als in jeder anderen Kategorie – und zwar aus einem einzigen Grund: Blechstärke. Ein Offset-Smoker funktioniert nur, wenn er Wärme speichert. Dünnes Blech kühlt bei jedem Windstoß aus, und man verbringt den Tag damit, Holz nachzulegen, statt zu smoken.
Einstieg, rund 290 bis 380 Euro: Realcook, Feasto. Dünnwandige Konstruktionen, oft mit undichten Türen und Deckeln. Sie funktionieren – aber mit erheblichem Aufwand: ständiges Nachlegen, schwankende Temperatur, viel Rauchverlust an den Spalten. Wer bereit ist, mit Dichtband und Modifikationen nachzuhelfen, bekommt sie zum Laufen. Wer erwartet, dass es out of the box funktioniert, wird enttäuscht – das spiegeln auch die Bewertungen.
Mittelklasse, rund 500 bis 670 Euro: Royal Gourmet CC1830SC, Oklahoma Joe Highland, Dyna-Glo Wide Body. Deutlich dickeres Blech, bessere Dichtungen, stabilere Konstruktion. Der Oklahoma Joe ist in der Szene der klassische Einstieg in ernsthaftes Offset-Smoken. Mit über 4.000 bis 5.000 Bewertungen sind Royal Gourmet und Dyna-Glo zudem die am breitesten getesteten Modelle der Kategorie.
Ehrliche Einordnung: Ein echter, dickwandiger Offset-Smoker beginnt eigentlich erst deutlich oberhalb dieser Preisklasse – bei 1.500 Euro und mehr, oft in Handarbeit gefertigt. Was hier verglichen wird, sind Einsteiger- und Mittelklassegeräte. Wer die Temperatur mühelos halten will, ohne alle zwanzig Minuten nachzulegen, sollte entweder in die 600-Euro-Klasse gehen oder ehrlich prüfen, ob ein Watersmoker oder Pelletgrill nicht das passendere Gerät ist.