Kerntemperatur beim Steak: die Tabelle für jeden Cut
Medium rare ist nicht gleich medium rare. Ein Filet ist bei 53 Grad perfekt, ein Rib-Eye bei derselben Temperatur noch fettig-roh, und ein Brisket braucht 90. Der Grund ist nicht Geschmack, sondern was im Fleisch passiert: Fett schmilzt bei anderen Temperaturen als Eiweiß gerinnt, und Kollagen wieder bei ganz anderen. Diese Tabelle ordnet die Zahlen dem Cut zu – und erklärt, warum sie sich unterscheiden.
- Synthese aus 3 Quellen-Schichten
- Tests · DIN/EN-Normen · Bewertungen
- Redaktion: Bastian Saupe
Recherche & Synthese: Bastian Saupe · neutral aufbereitet nach unserer Methodik · Stand 14. Juli 2026
Kerntemperatur-Tabelle: der richtige Wert für jeden Cut
Die meisten Tabellen im Netz zeigen nur Garstufen: Rare 48–52, Medium Rare 53–56, Medium 57–60. Das ist richtig, aber es beantwortet die eigentliche Frage nicht – nämlich welcher Wert für dein konkretes Stück Fleisch der beste ist. Denn dieselbe Zahl ergibt bei verschiedenen Cuts sehr unterschiedliche Ergebnisse.
Die folgende Tabelle ordnet die Zielwerte dem Cut zu. Sie zeigt jeweils den Bereich, in dem der jeweilige Cut sein Optimum hat – bei den Steak-Cuts also nicht die theoretisch mögliche Bandbreite, sondern die praktisch sinnvolle.
Alle Werte sind Endtemperaturen nach dem Ruhen. Vom Rost nehmen musst du entsprechend früher, dazu weiter unten mehr.
| Cut | Kerntemperatur | Warum genau diese |
|---|---|---|
| Filet / Tenderloin | 52–54 °C | Sehr mager, kaum Fett – ab etwa 58 °C wird es trocken. |
| Rib-Eye / Entrecôte | 54–57 °C | Braucht mehr, damit das intramuskuläre Fett schmilzt. |
| Rumpsteak / Sirloin | 53–56 °C | Feine Marmorierung, fester Biss – der Mittelweg. |
| T-Bone / Porterhouse | 52–54 °C | Zwei Cuts in einem: an der Filetseite messen, sie ist zuerst fertig. |
| Flanksteak / Bavette | 53–56 °C | Langfaserig und mager – ab 60 °C nicht mehr zu retten. |
| Picanha | 54–56 °C | Fettdeckel braucht Zeit zum Auslassen, Kern bleibt rosa. |
| Tomahawk / dicke Cuts | 54–56 °C | Ab 4 cm Reverse Sear, sonst außen durch vor innen fertig. |
| Beef Brisket | 88–95 °C | Kein Steak-Bereich: Kollagen wird erst hier zu Gelatine. |
| Pulled Beef | 88–92 °C | Wie Brisket – zerfasern gelingt erst nach dem Kollagen-Umbau. |
Werte fuer medium rare bis medium, aus Fachquellen und Herstellerangaben zusammengefuehrt. Vom Rost nehmen: 2–3 °C darunter (Carryover).
Die Garstufen – und warum sie nur die halbe Antwort sind
Die klassischen Garstufen beschreiben, wie stark das Muskeleiweiß denaturiert ist. Sie sind der Rahmen, in dem sich alles abspielt, und sie gelten für alle Steak-Cuts gleichermaßen.
Was diese Einteilung nicht abbildet, ist der Fettgehalt. Und genau der entscheidet, wo innerhalb dieses Rahmens dein Cut sein Optimum hat. Ein Filet und ein Rib-Eye bei identisch 55 Grad sind beide medium rare – aber das eine ist perfekt und das andere noch nicht am Ziel.
Deshalb ist die Garstufen-Tabelle die Grundlage, die Cut-Tabelle darüber die eigentliche Antwort. Wer nur nach Garstufe geht, trifft bei magerem Fleisch oft gut und bei marmoriertem daneben.
| Garstufe | Kerntemperatur | So wird es |
|---|---|---|
| Rare | 48–52 °C | Innen rot, kühl – nur kurz angegrillt |
| Medium Rare | 53–56 °C | Rosa-rot, warm – der Klassiker für zarte Steaks |
| Medium | 57–60 °C | Rosa Kern, saftig – die beliebteste Garstufe |
| Medium Well | 61–65 °C | Nur noch zartrosa – fast durch |
| Well Done | 66–71 °C | Komplett durch – kein Rosa mehr |
Werte für Rind. Nach dem Grillen 3–5 Minuten ruhen lassen – die Kerntemperatur steigt dabei noch um 1–2 °C.
Warum Rib-Eye mehr Grad braucht als Filet
Das ist der Kern des Ganzen, und er ist erstaunlich einfach zu verstehen, sobald man weiß, was im Fleisch passiert.
Beim Erhitzen laufen zwei Prozesse getrennt voneinander ab. Erstens denaturiert das Muskeleiweiß: Es zieht sich zusammen, wird fest und drückt dabei Wasser heraus. Das beginnt merklich ab etwa 50 Grad und wird ab 60 Grad deutlich. Zweitens schmilzt das intramuskuläre Fett – also die feine Marmorierung im Muskel. Das geschieht erst ab etwa 52 bis 55 Grad und braucht seine Zeit.
Daraus folgt alles Weitere. Ein Filet hat praktisch keine Marmorierung. Es gibt kein Fett, das schmelzen müsste, also gibt es auch keinen Grund, höher zu gehen. Bei 52 bis 54 Grad ist es zart und saftig; jedes weitere Grad presst nur Wasser heraus, ohne etwas dafür zurückzugeben. Deshalb wird Filet ab etwa 58 Grad trocken – und zwar schnell.
Ein Rib-Eye ist das Gegenteil. Seine Marmorierung ist der eigentliche Wert des Cuts, und dieses Fett muss schmelzen, um seine Wirkung zu entfalten: Es macht das Fleisch saftig und trägt den Geschmack. Bei 52 Grad ist das Fett noch fest – man kaut auf weißen Fettadern statt sie zu schmecken. Erst bei 54 bis 57 Grad ist es ausgelassen. Das Eiweiß verliert in diesem Bereich zwar schon etwas Wasser, aber das geschmolzene Fett gleicht das mehr als aus.
Das Rumpsteak liegt dazwischen: etwas Marmorierung, festerer Biss, Zielbereich 53 bis 56 Grad. Und das Flanksteak ist wieder ein Sonderfall – es ist mager wie ein Filet, aber langfaserig. Es hat kein Fett, das den Wasserverlust abfedert, weshalb es ab 60 Grad kompromisslos zäh wird.
Kurz: Je magerer der Cut, desto niedriger die Zieltemperatur. Je marmorierter, desto mehr Grad braucht er, um sein Fett arbeiten zu lassen.
Die zweite Zone: warum Brisket 90 Grad braucht
In der Tabelle stehen zwei Werte, die aus der Reihe fallen: Brisket und Pulled Beef mit 88 bis 95 Grad. Das ist kein Tippfehler und keine andere Garstufe – es ist ein völlig anderes Prinzip.
Diese Cuts stammen aus stark beanspruchten Muskeln. Solche Muskeln enthalten viel Bindegewebe, und Bindegewebe besteht im Wesentlichen aus Kollagen. Kollagen ist bei Steak-Temperaturen zäh wie ein Gummiband – ein Brisket bei 55 Grad wäre praktisch ungenießbar, egal wie gut das Fleisch ist.
Kollagen wandelt sich aber bei anhaltender Hitze in Gelatine um. Dieser Umbau beginnt oberhalb von rund 70 Grad und ist erst bei etwa 88 bis 95 Grad vollständig abgeschlossen. Gelatine ist das Gegenteil von Kollagen: weich, schmelzend, saftbindend. Genau das ist der Grund, warum ein Brisket bei 90 Grad butterzart ist, obwohl das Muskeleiweiß längst vollständig durchgegart ist.
Man opfert hier also bewusst alles, was ein Steak ausmacht – das Rosa, die Saftigkeit aus gebundenem Wasser – und bekommt dafür etwas anderes zurück: Gelatine, die das Fleisch von innen schmierig-zart macht. Es sind zwei verschiedene Zielzustände, keine zwei Punkte auf derselben Skala.
Die praktische Konsequenz lautet: Diese Zone erreicht man nur über Zeit, nicht über Hitze. Kollagenumbau braucht Stunden bei niedriger Gartemperatur. Wer ein Brisket schnell auf 90 Grad bringt, hat trockenes, zähes Fleisch – nicht weil die Zieltemperatur falsch wäre, sondern weil der Umbau Zeit braucht, die er nicht bekommen hat.
Carryover: warum du früher vom Rost nehmen musst
Alle Werte in der Tabelle sind Endtemperaturen nach dem Ruhen. Vom Rost nehmen musst du früher – und wie viel früher, hängt an der Masse.
Der Grund ist Physik. Wenn du das Fleisch vom Grill nimmst, sind die äußeren Schichten deutlich heißer als der Kern. Diese Wärme wandert weiter nach innen, bis sich die Temperatur ausgleicht. Der Kern steigt dabei weiter – ohne dass Hitze von außen zugeführt wird. Das nennt man Carryover oder Nachgaren.
Wie stark der Effekt ausfällt, hängt davon ab, wie viel heiße Masse außen sitzt. Bei einem dünnen Steak ist das wenig, bei einem Braten viel.
Praktisch heißt das: Ein 3 cm dickes Rumpsteak mit Ziel 55 Grad kommt bei rund 52 bis 53 Grad vom Rost. Ein 5 cm dicker Tomahawk mit Ziel 55 kommt schon bei 50 bis 51 herunter. Wer bei der Zieltemperatur herunternimmt, serviert am Ende drei bis fünf Grad darüber – bei einem Filet ist das der Unterschied zwischen perfekt und trocken.
Zwei Faktoren verstärken das noch: Sehr hohe Grilltemperatur macht die Außenschichten heißer und damit den Carryover größer. Und wer das Steak fest in Alufolie wickelt, hält die Wärme zusätzlich fest – deshalb nur locker abdecken.
| Groesse | Gewicht | Nachgaren | Ruhezeit |
|---|---|---|---|
| Duennes Steak (bis 2 cm) | 150–250 g | +1–2 °C | 3–5 Min |
| Standard-Steak (2–4 cm) | 250–400 g | +2–3 °C | 5–10 Min |
| Dicker Cut (ab 4 cm) | 400–800 g | +3–5 °C | 10–15 Min |
| Braten / Picanha am Stueck | 1–2 kg | +4–6 °C | 15–20 Min |
Richtwerte: je mehr Masse, desto mehr Restwaerme wandert nach innen. Deshalb frueher vom Rost nehmen.
Richtig messen: die häufigste Fehlerquelle
Die genaueste Tabelle nützt nichts, wenn an der falschen Stelle gemessen wird. Und das passiert öfter, als man denkt.
Gemessen wird in der dicksten Stelle des Fleischs, waagerecht von der Seite eingestochen, nicht von oben. Der Grund: Bei einem 3 cm dicken Steak steckt eine von oben eingestochene Sonde nach wenigen Millimetern schon im heißeren Bereich oder gar durch. Von der Seite trifft man den Kern und kann die Eindringtiefe kontrollieren.
Nicht am Knochen messen. Knochen leitet Wärme anders als Fleisch und verfälscht den Wert deutlich – beim T-Bone und Tomahawk ist das der Klassiker. Auch nicht in eine Fettader, denn Fett hat eine andere Temperatur als das Muskelfleisch daneben.
Der Sonderfall T-Bone und Porterhouse: Das sind zwei verschiedene Cuts an einem Knochen – Filet auf der einen, Roastbeef auf der anderen Seite. Das magere Filet ist deutlich früher fertig. Miss deshalb auf der Filetseite und richte dich danach; die Roastbeef-Seite verträgt die paar Grad mehr problemlos, umgekehrt nicht. Profis legen das Steak zusätzlich so, dass die Filetseite in der kühleren Zone liegt.
Zum Werkzeug: Bei einem 2 bis 3 cm dicken Steak ist der Fingerdruck-Test unzuverlässig, und die Zeitangabe im Rezept kennt weder deine Fleischdicke noch deine Rosttemperatur. Ein digitales Einstichthermometer mit zwei bis vier Sekunden Ansprechzeit kostet rund 16 bis 20 Euro und ist die einzige Anschaffung, die aus Raten Wissen macht.
Ab wann ist Rindfleisch sicher – und warum ist medium rare erlaubt?
Eine berechtigte Frage: Warum darf man Rind rosa essen, Geflügel und Hackfleisch aber nicht?
Der Unterschied liegt in der Verteilung der Keime. Bei einem gewachsenen Stück Muskelfleisch – also einem Steak – sitzen mögliche Keime praktisch nur auf der Oberfläche. Das Innere eines gesunden Muskels ist weitgehend keimarm. Beim Angrillen wird die Oberfläche kurzzeitig sehr heiß, weit über 100 Grad, und genau dort werden die Keime abgetötet. Deshalb ist ein innen rosa gegartes Steak aus einem Stück unbedenklich.
Bei Hackfleisch ist das anders: Durch den Wolf wird die ehemalige Oberfläche im gesamten Fleisch verteilt. Deshalb muss Hackfleisch – und damit auch der Burger-Patty – vollständig durchgegart werden. Für Rinderhack werden üblicherweise mindestens 70 Grad Kerntemperatur für zwei Minuten empfohlen. Geflügel gehört generell auf mindestens 72 bis 75 Grad, weil Salmonellen auch im Muskelgewebe vorkommen können.
Zwei praktische Einschränkungen bleiben auch beim Steak. Erstens: Wer für Schwangere, Kleinkinder, ältere oder immungeschwächte Menschen grillt, sollte durchgaren – für diese Gruppen wird rosa gegartes Fleisch nicht empfohlen. Zweitens: Aufgespießtes oder mit einem Tenderizer bearbeitetes Fleisch verhält sich wie Hack, weil Keime von der Oberfläche ins Innere gebracht wurden.
Und eine Randnotiz zur Praxis: Wenn ein Steak angestochen wurde, um die Temperatur zu messen, ändert das an der Sicherheit nichts – die Sonde ist heiß und der Kanal minimal.
Die häufigsten Fehler mit der Kerntemperatur
Bei der Zieltemperatur vom Rost genommen. Der häufigste Fehler überhaupt. Durch Carryover steigt der Kern noch um 2 bis 5 Grad je nach Masse. Nimm entsprechend früher herunter – die Tabelle oben zeigt die Werte.
Dieselbe Zahl für jeden Cut. Filet bei 56 Grad ist auf dem Weg zu trocken, Rib-Eye bei 52 Grad hat sein Fett noch nicht ausgelassen. Der Fettgehalt bestimmt, wo innerhalb der Garstufe das Optimum liegt.
Am Knochen gemessen. Knochen leitet Wärme anders und verfälscht den Wert. Beim T-Bone und Tomahawk immer im Fleisch messen, mit Abstand zum Knochen.
Von oben eingestochen. Bei einem 3 cm dicken Steak ist die Sonde damit sofort zu tief oder zu flach. Waagerecht von der Seite in die dickste Stelle.
Brisket-Werte auf Steaks übertragen – oder umgekehrt. Das sind zwei verschiedene Zielzustände: Steak-Cuts bei 52 bis 57 Grad (Fett schmilzt, Eiweiß hält Wasser), Kollagen-Cuts bei 88 bis 95 Grad (Kollagen wird zu Gelatine). Dazwischen liegt Niemandsland.
Fest in Alufolie gewickelt. Das hält die Wärme fest, treibt den Carryover nach oben und weicht die Kruste auf. Locker abdecken reicht.
Passende Modelle finden
Direkt zu den Gasgrill-Empfehlungen
Häufige Fragen
Welche Kerntemperatur braucht welches Steak?+
Das hängt vom Fettgehalt ab: Filet 52-54 °C (mager, wird ab 58 °C trocken), Rib-Eye 54-57 °C (Marmorierung muss schmelzen), Rumpsteak 53-56 °C, Flanksteak 53-56 °C, Picanha 54-56 °C. T-Bone misst man auf der Filetseite bei 52-54 °C. Brisket und Pulled Beef fallen mit 88-95 °C aus der Reihe – dort geht es um Kollagen, nicht um Garstufen.
Warum braucht ein Rib-Eye mehr Grad als ein Filet?+
Wegen der Marmorierung. Intramuskuläres Fett schmilzt erst ab etwa 52 bis 55 Grad – bei 52 Grad kaut man beim Rib-Eye noch auf festen Fettadern statt sie zu schmecken. Ein Filet hat praktisch keine Marmorierung, also gibt es keinen Grund höher zu gehen: Jedes weitere Grad presst nur Wasser heraus, ohne etwas zurückzugeben.
Um wie viel Grad steigt die Kerntemperatur nach dem Grillen?+
Je nach Masse um 1 bis 6 Grad. Ein dünnes Steak bis 2 cm legt 1-2 °C zu, ein Standard-Steak von 2-4 cm rund 2-3 °C, ein dicker Cut ab 4 cm etwa 3-5 °C, ein Braten von 1-2 kg bis zu 6 °C. Der Grund ist Restwärme aus den heißen Außenschichten, die nach innen wandert. Deshalb entsprechend früher vom Rost nehmen.
Warum braucht ein Brisket 90 Grad und ein Steak nur 55?+
Weil es zwei verschiedene Ziele sind. Beim Steak geht es um Eiweiß und Fett: bei 52-57 °C schmilzt die Marmorierung, während das Eiweiß noch Wasser hält. Brisket stammt aus einem stark beanspruchten Muskel mit viel Kollagen – das ist bei 55 °C zäh wie ein Gummiband und wandelt sich erst bei 88-95 °C vollständig in weiche Gelatine um. Dieser Umbau braucht zusätzlich Stunden Zeit, nicht nur die Temperatur.
Wie misst man die Kerntemperatur bei einem T-Bone?+
Auf der Filetseite. Ein T-Bone besteht aus zwei Cuts an einem Knochen – dem mageren Filet und dem Roastbeef. Das Filet ist deutlich früher fertig und verträgt keine Reserve, das Roastbeef schon. Miss also im Filet, mit Abstand zum Knochen, und richte dich nach diesem Wert. Praktisch hilft es, das Steak so zu legen, dass die Filetseite in der kühleren Zone liegt.
Ist ein rosa gegartes Steak sicher?+
Bei einem gewachsenen Stück Muskelfleisch ja. Mögliche Keime sitzen praktisch nur auf der Oberfläche, und die wird beim Angrillen weit über 100 Grad heiß. Anders bei Hackfleisch: Durch den Wolf verteilt sich die ehemalige Oberfläche im ganzen Fleisch, deshalb müssen Patties durchgegart werden (üblicherweise mindestens 70 °C). Für Schwangere, Kleinkinder und immungeschwächte Menschen wird rosa gegartes Fleisch generell nicht empfohlen.
Wo sticht man das Thermometer ins Steak?+
Waagerecht von der Seite in die dickste Stelle, nicht von oben. Bei einem 3 cm dicken Steak steckt eine von oben eingeführte Sonde sofort zu tief oder zu flach. Nicht am Knochen messen – der leitet Wärme anders und verfälscht den Wert deutlich – und nicht in eine Fettader.
Kann man die Garstufe auch ohne Thermometer treffen?+
Bei dünnen Steaks kaum zuverlässig. Der bekannte Fingerdruck-Test setzt Erfahrung voraus und wird bei 2 bis 3 cm Dicke zur Glückssache, weil zwischen medium rare und übergart oft weniger als zwei Minuten liegen. Ein digitales Einstichthermometer mit zwei bis vier Sekunden Ansprechzeit kostet rund 16 bis 20 Euro – gemessen an einem 30-Euro-Steak ist das die günstigere Versicherung.
Erstellt am: Zuletzt aktualisiert: