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Spieße mit Hähnchen und Gemüse auf dem Grillrost
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Stromverbrauch beim Elektrogrill: was ein Grillabend kostet

Watt, Kilowattstunden und Euro – einfach erklärt. So rechnest du den Verbrauch deines Elektrogrills aus, vergleichst ihn mit Gas und Kohle und sparst beim Grillen.

  • Synthese aus 3 Quellen-Schichten
  • Tests · DIN/EN-Normen · Bewertungen
  • Redaktion: Bastian Saupe
BS

Recherche & Synthese: Bastian Saupe · neutral aufbereitet nach unserer Methodik · Stand 07. Juni 2026

Kurz & knapp

Ein typischer Elektrogrill hat rund 1.500 bis 2.200 Watt. Läuft er eine Stunde, verbraucht er also etwa 1,5 bis 2,2 Kilowattstunden. Bei einem Strompreis von ungefähr 0,35 Euro pro Kilowattstunde kostet ein Grillabend damit grob zwischen 0,50 und 1,50 Euro.

Das ist überschaubar und meist günstiger, als viele denken. Weil der Grill nach dem Vorheizen nicht durchgehend auf voller Leistung läuft, liegt der reale Verbrauch oft sogar unter dem rechnerischen Maximum.

Kurz gesagt: Ein Elektrogrill ist im Betrieb günstiger, als die meisten denken. Mit rund 2.000 bis 2.400 Watt und einem Strompreis um 35 Cent pro Kilowattstunde kostet eine Grillstunde grob 70 bis 85 Cent – oft weniger als eine Stunde Gasgrill und deutlich weniger als eine Ladung Premium-Holzkohle. Der Verbrauch fällt zudem, sobald der Grill auf Temperatur ist und das Thermostat nur noch nachheizt.

Wie viel Strom zieht ein Elektrogrill?

Den Verbrauch bestimmt die Wattzahl. Sie steht auf dem Typenschild oder in der Anleitung. Kompakte Tischgrills liegen oft bei 1.500 bis 2.000 Watt, größere Standgrills bei 2.000 bis 2.400 Watt. Watt geteilt durch 1.000 ergibt den Verbrauch pro Stunde in Kilowattstunden.

Wichtig: Ein Grill mit 2.000 Watt zieht diese Leistung nur, solange er voll heizt. Sobald die eingestellte Temperatur erreicht ist, schaltet das Heizelement immer wieder ab und der tatsächliche Verbrauch sinkt. Die Wattzahl ist also der Höchstwert, nicht der Dauerwert.

Die aufgenommene Leistung steht auf dem Typenschild, aber sie wird nicht durchgehend gezogen: Beim Aufheizen läuft der Grill mit voller Leistung, danach schaltet das Thermostat immer wieder ab und hält die Temperatur mit deutlich weniger Energie. Über eine typische Grillstunde liegt der reale Verbrauch eines 2.000-Watt-Geräts deshalb eher bei 1,2 bis 1,6 Kilowattstunden, nicht bei den vollen 2,0.

Was ein Grillabend kostet

Rechne einfach: Wattzahl geteilt durch 1.000, mal Stunden, mal Strompreis. Ein 2.000-Watt-Grill, der eine Stunde läuft, verbraucht 2 Kilowattstunden. Bei 0,35 Euro pro Kilowattstunde sind das 0,70 Euro für den Abend.

Da der Grill nicht durchgehend voll heizt, liegt der echte Wert meist darunter. Selbst ein langer Grillabend mit Vorheizen und mehreren Runden kommt damit selten über ein bis zwei Euro Stromkosten. Die genauen Zahlen hängen von deinem aktuellen Strompreis ab, der schwanken kann.

Gerechnet: 1,5 Kilowattstunden pro Stunde mal 35 Cent ergibt rund 53 Cent Stromkosten für eine Grillstunde bei mittlerer Nutzung. Ein zweistündiger Grillabend kostet damit gut einen Euro an Strom. Zum Vergleich verbraucht ein Gasgrill rund 300 bis 500 Gramm Gas pro Stunde, was ebenfalls etwa einen Euro entspricht – die Brennstoffkosten der beiden liegen also nah beieinander.

Strom, Gas oder Kohle: die Kosten

Bei den reinen Energiekosten liegen Gas und Strom nah beieinander; Gas ist pro Grillstunde oft minimal günstiger. Holzkohle ist pro Abend meist am teuersten, weil eine Füllung schnell ein bis zwei Euro Kohle verbraucht und sich nicht zwischendurch abschalten lässt.

Der Strompreis schwankt allerdings stärker als der Gaspreis. Für die Entscheidung ist der Energiepreis aber selten der Knackpunkt – wichtiger sind Handhabung, Standort und Geschmack. Beim Betrieb auf dem Balkon spielt der Elektrogrill seinen eigentlichen Vorteil aus: rauchscharm und sofort startklar.

Über die Kategorien hinweg: Elektro und Gas kosten pro Stunde grob je einen Euro, günstige Holzkohle liegt mit 2 bis 3 Euro pro Abend etwas darüber, Premium-Holzkohle mit 6 Euro und mehr deutlich. Der reine Betriebskostenunterschied ist im Alltag also klein – die Entscheidung fällt eher über Aroma, Standort und Komfort als über den Brennstoffpreis. Wer die Grundsatzfrage abwägt, findet sie im Ratgeber Gasgrill oder Elektrogrill.

So sparst du Strom beim Grillen

Heize nur so lange vor, wie nötig, und grille mit geschlossenem Deckel, falls dein Gerät einen hat – das hält die Hitze und spart Energie. Plane die Reihenfolge so, dass du den heißen Grill in einem Rutsch nutzt, statt ihn mehrfach neu aufzuheizen.

Schalte den Grill aus, sobald das Grillgut fertig ist, statt ihn leer weiterlaufen zu lassen. Und wähle ein Gerät, dessen Größe zu deiner Runde passt: Ein riesiger Grill für zwei Personen heizt viel ungenutzte Fläche mit.

Strom spart man vor allem über drei Hebel: Deckel oder Haube schließen, damit die Hitze nicht entweicht und das Thermostat seltener nachheizen muss; nur so lange vorheizen wie nötig (meist 5 bis 10 Minuten); und die Restwärme nutzen, indem man den Grill kurz vor Ende ausschaltet und das letzte Grillgut mit der gespeicherten Hitze fertiggart. Ein massiver Rost hält die Wärme dabei besser als dünnes Blech.

Beispielrechnung Schritt für Schritt

So rechnest du deinen Grillabend aus: Wattzahl mal Grillzeit ergibt die Kilowattstunden, multipliziert mit dem Strompreis ergibt die Kosten. Ein 2.000-Watt-Grill verbraucht in einer Stunde rund zwei Kilowattstunden; bei 35 Cent pro Kilowattstunde sind das etwa 70 Cent.

Für einen typischen Abend von ein bis zwei Stunden liegen die Stromkosten damit grob zwischen 0,70 und 1,70 Euro. In der Praxis ist es weniger, weil das Thermostat nach dem Aufheizen immer wieder abschaltet und nicht durchgehend die volle Leistung zieht.

Ein Rechenbeispiel für einen typischen Haushalt: 2.000-Watt-Grill, real 1,5 kWh pro Stunde, zweimal im Monat je zwei Stunden über die Saison von Mai bis September (fünf Monate). Das sind rund 20 Grillstunden, also 30 Kilowattstunden im Jahr – bei 35 Cent gut 10 Euro Stromkosten pro Saison. Selbst wer wöchentlich grillt, bleibt deutlich unter 30 Euro Strom im Jahr.

Wann sich der Elektrogrill rechnet

Bei den laufenden Kosten liegt der Elektrogrill klar vorn: Ein Grillabend kostet oft unter einem Euro, während Holzkohle pro Abend meist mehrere Euro verschlingt und auch Gas teurer ist. Holzkohlegrillen gilt im laufenden Betrieb als teuerste der drei Methoden.

Wer regelmäßig grillt, bei dem amortisiert sich ein etwas teurerer Elektrogrill oft schon nach ein bis drei Jahren über die niedrigen Betriebskosten. Für Gelegenheitsgriller ist der Kostenunterschied dagegen klein – hier zählen eher Komfort und Standort.

Ein Elektrogrill rechnet sich vor allem dort, wo er ohnehin die praktischste Wahl ist: auf dem Balkon, in der Mietwohnung und für den schnellen Feierabendgrill. Über die niedrigen Anschaffungskosten – Tischgrills ab rund 35 Euro – und die geringen Betriebskosten ist er die günstigste Einstiegslösung überhaupt. Wer nur gelegentlich grillt, wird den Preisunterschied zu Gas oder Kohle über Jahre kaum spüren.

Mit Ökostrom und Solar noch günstiger

Der Elektrogrill ist die einzige Methode, deren Energie du selbst erzeugen kannst: Mit Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage grillst du nahezu kostenlos und emissionsfrei. Auch ein Ökostromtarif macht das Grillen sauberer als mit Kohle oder Gas.

Stromsparen ist einfach: nur so lange wie nötig vorheizen, die Temperatur nicht unnötig hoch stellen, den Deckel oder die Haube nutzen und die Restwärme zum Fertiggaren einsetzen. So drückst du Verbrauch und Kosten zusätzlich.

Mit Ökostrom ist der Elektrogrill die klimafreundlichste Option, weil er ohne direkte Verbrennung und ohne Feinstaub auskommt. Wer eine Solaranlage hat, grillt am Nachmittag praktisch zum Nulltarif mit selbst erzeugtem Strom. Das ist ein Vorteil, den weder Gas noch Holzkohle bieten – dort fällt der Brennstoff unabhängig von der eigenen Energieerzeugung an.

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Häufige Fragen

Wie viel Strom verbraucht ein Elektrogrill pro Stunde?+

Das hängt von der Wattzahl ab. Ein Grill mit 2.000 Watt verbraucht rechnerisch 2 Kilowattstunden pro Stunde. Weil das Heizelement nach dem Aufheizen immer wieder abschaltet, liegt der reale Verbrauch meist darunter. Ein Deckel verkürzt die Heizphasen zusätzlich und senkt so den Verbrauch spürbar.

Was kostet ein Grillabend mit dem Elektrogrill?+

Grob zwischen 0,50 und 1,50 Euro. Rechnung: Wattzahl geteilt durch 1.000, mal Stunden, mal Strompreis (rund 0,35 Euro pro Kilowattstunde). Der genaue Betrag hängt vom aktuellen Strompreis ab. Eine kurze Vorheizzeit und das Grillen in einem Rutsch drücken die Kosten weiter.

Ist ein Elektrogrill teurer im Betrieb als ein Gasgrill?+

Die Energiekosten liegen nah beieinander, Gas ist pro Stunde oft minimal günstiger. Holzkohle ist meist am teuersten. Der Unterschied ist gering, wichtiger sind Handhabung und Standort. Auf dem Balkon zählt vor allem, dass Elektro raucharm und oft ausdrücklich erlaubt ist.

Wie spare ich Strom beim Elektrogrill?+

Nur so lange vorheizen wie nötig, mit Deckel grillen, den heißen Grill in einem Rutsch nutzen und nach dem Grillen ausschalten. Ein Gerät in passender Größe heizt weniger ungenutzte Fläche mit. Nach dem Grillen ausschalten – im Standby zieht ein einfacher Elektrogrill ohnehin kaum Strom.

Wie viel kostet eine Stunde Grillen mit 2000 Watt?+

Ein 2.000-Watt-Grill verbraucht bei einer Stunde Volllast rund zwei Kilowattstunden. Bei einem Strompreis von etwa 35 Cent pro Kilowattstunde sind das grob 70 Cent pro Stunde. In der Praxis liegt der Verbrauch darunter, weil das Thermostat nach dem Aufheizen immer wieder abschaltet.

Verbraucht Vorheizen viel Strom?+

Das Vorheizen kostet wenig, ist aber wichtig: Erst auf voller Leistung vorheizen sorgt für Kruste und kürzere Garzeiten, was unterm Strich Strom spart. Nach dem Vorheizen regelt das Thermostat die Hitze und schaltet zwischendurch ab, sodass der Dauerverbrauch deutlich unter der Nennleistung liegt.

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